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Kfz & Mobilität ·

Rabattschutz in der Kfz-Versicherung: Wann er sich lohnt und wann nicht

Der Rabattschutz verspricht, dass ein Unfall Deine Schadenfreiheitsklasse nicht kostet. Dafür zahlst Du jedes Jahr einen Aufschlag, und beim Wechsel zu einem anderen Versicherer ist der geschützte Stand oft nichts mehr wert.

Porträt von Alexander Braun, Geschäftsführer der ABV|MAKLER GmbH

Alexander Braun

Geschäftsführer

~2 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Rabattschutz ist ein Zusatzbaustein: Ein Schaden pro Jahr führt nicht zur Rückstufung Deiner Schadenfreiheitsklasse.
  • Bezahlt wird das mit einem dauerhaften Aufschlag, der je nach Versicherer bis zu 25 bis 30 Prozent beträgt.
  • Bei einer bereits hohen SF-Klasse sind die Mehrkosten einer Rückstufung häufig geringer als der Aufschlag.
  • Im Hintergrund stuft der Versicherer Dich trotzdem zurück. Bei einem Wechsel übernimmt der neue Anbieter meist nur diesen echten Stand.

Hast Du den Rabattschutz in Deiner Kfz-Versicherung eingeschlossen? Das Versprechen klingt gut: Passiert im laufenden Jahr ein Unfall, wirst Du im Folgejahr nicht hochgestuft. Dein Beitrag bleibt also stabil. Der Baustein hat allerdings zwei Seiten, und die zweite steht selten im Vergleichsportal.

Was der Rabattschutz leistet

Gegen einen Mehrbeitrag räumt Dir der Versicherer einen freien Schaden im Jahr ein. Meldest Du diesen Schaden, bleibt Deine Schadenfreiheitsklasse, kurz SF-Klasse, auf dem bisherigen Stand. Der Baustein ist damit vor allem eine Versicherung gegen die Beitragserhöhung nach einem Unfall.

Rechne den Aufschlag gegen

Achte unbedingt auf die Mehrkosten und vergleiche sie. Die Aufschläge unterscheiden sich von Versicherer zu Versicherer deutlich und können bis zu 25 bis 30 Prozent über dem Beitrag liegen, den Du ohne Rabattschutz zahlen würdest. Diesen Aufschlag zahlst Du jedes Jahr, also auch in den Jahren, in denen nichts passiert.

Wenn Deine SF-Klasse bereits sehr hoch ist und Du über viele Jahre unfallfrei gefahren bist, ergibt das häufig keinen Sinn. Die Rückstufung und die daraus folgenden Mehrkosten fallen dann oft geringer aus als der Aufpreis, den Du vorab dauerhaft an den Versicherer zahlst.

Der Haken beim Wechsel

Wichtig zu wissen: Nach einem Schadensfall sieht Deine SF-Klasse nur auf dem Papier unverändert aus. Im Hintergrund führt der Versicherer Dich trotzdem zurückgestuft. Solange Du beim selben Anbieter bleibst, merkst Du davon nichts.

Wechselst Du jedoch zu einem anderen Versicherer, achte unbedingt darauf, ob dieser den geschützten Stand überhaupt übernimmt. Tut er das nicht, kommt die böse Überraschung im neuen Jahr: Der Beitrag, der im Portal so günstig aussah, wird nachträglich angepasst, und am Ende zahlst Du mehr als vorher.

Lass es durchrechnen

Ob sich der Rabattschutz für Dich lohnt, hängt an Deiner SF-Klasse, am konkreten Aufschlag und daran, wie lange Du beim Versicherer bleiben willst. Das lässt sich sauber ausrechnen. Sprich uns an. Wir vergleichen die Tarife und sagen Dir, was in Deinem Fall unter dem Strich günstiger ist.